Neueröffnung JugendCafé & Beachparty

Lange war das JugendCafé wegen der Maßnahmen der Eindämmungsverordnung geschlossen. Wir haben die Zeit genutzt und die Räume umfassend renoviert. Fußboden, Wände, Licht und viele andere Sachen wurden erneuert und verbessert. Man kann sagen: Es sieht richtig gut aus.

Am 2. Juli 2021 feiern wir mit einer kleinen Sommerparty die Neueröffnung des JugendCafé in der Rungstr. 35, denn seit Mitte Juni ist auch das Abstandsgebot in der Jugendarbeit entfallen und wir können wieder richtig für die Jugendlichen da sein.

Die Party beginnt um 15:00 Uhr, um 17:00 Uhr gibt es eine kleine Eröffnungszeremonie.

Wir laden herzlich dazu ein, es wird super 🙂

Handout zur Präsentation der Mobilen Jugendarbeit im Ausschuss für Bildung, Jugend und Bürgerbeteiligung am 07.11.2018

Seit Oktober 2017 verantworten wir die mobile Jugendarbeit in Oranienburg. Mit unseren Mitarbeitern Matthias Klein und Johannes Herzberg konnten wir zwei engagierte und qualifizierte Fachkräfte gewinnen, die ein Herz für die Jugendlichen unserer Stadt haben. 

Sie können dieses Handout auch als PDF-Datei herunterladen.

Ein kurzer Clip vom Sccoter-Contest der mobilen Jugendarbeit des CJO e.V.
in Kooperation mit dem SPI und Impuls e.V.

Ziele Mobiler Jugendarbeit

  • Jugendliche erreichen, die aus verschiedensten Gründen das Angebot der Jugendeinrichtungen nicht wahrnehmen 1
  • Gesetzliche Grundlage für die Mobile Jugendarbeit: § 11 Jugendarbeit, § 13 SGB VIII Jugendsozialarbeit 2
    • Angebote zur Förderung der Entwicklung sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt werden 3
    • Jungen Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, sollen im Rahmen der Jugendhilfe sozialpädagogische Hilfen angeboten werden […]. 4

Für wen?

  • Für Kinder und Jugendliche, die versuchen ihre Probleme in den Bereichen Familie, Schule, Arbeit, Drogen etc. zu bewältigen, in dem sie sich den Sozialraum aneignen, d.h. zu „ihrem Wohnzimmer“ deklarieren
    • In dem Moment fallen sie aus dem System bzw. werden von den „Raumwärtern“, Security und Polizei als „abweichende oder delinquente“ Jugendliche wahrgenommen. Mobile Jugendarbeit fragt nach dem dahinterliegenden Grund für solche Bewältigungsstrategien.5

Mobile Jugendarbeit im Überblick

  • Streetwork
    • aufsuchende Jugendsozialarbeit an den Treffpunkten der Jugendlichen
    • Arbeit im natürlichen Lebensraum der Jugendlichen
  • Einzelarbeit
    • individuelle, einzelfallbezogene Angebote
    • Einstiegsberatung und Vermittlung (z. B. zu Schuldnerberatung, Drogenberatung)
    • Vermittlung materieller Hilfen (z.B. Wohnungslosenhilfe)
    • Hilfe bei jugendtypischen Problemen in den Bereichen Schule und Arbeit, Finanzen, Familie, Drogen und Sucht, Polizei und Justiz
  • Gruppen/ Projektarbeit Durchführung von Freizeitaktivitäten, sowie Vermittlung bei Cliquenkonflikten Sportangebote
    • Fußball, Skaten/ Scooter fahren, Slackline,Tischtennis, Tanz AG
    Kreativangebote
    • Sticker basteln, Siebdruck, Sketchbook, Graffiti (Stencil)
    Gesundheitsförderung
    • gemeinsames kochen (möglichst auch draußen vor Ort), Gemüse- und Kräuterbeet
    Mobile Fahrrad-/ Scooterwerkstatt
      Medienerziehung
      • Videoworkshop

    Mobile Jugendarbeit in Zahlen

    Alter und Geschlecht

    (Quelle: eigene Erhebung 2018)

    Januar bis Juli 2018

    (Quelle: eigene Erhebung 2018)

    Aus etwa 1/3 der Kontakte wurden Kontaktgespräche zu meist lebensweltlichen, aber auch zu Themen rund um Familie und Problem- sowie Krisenthemen geführt, die in einigen Fällen auch in einer Begleitung, (Einzelarbeit) oder Vermittlung gemündet sind.

    Fazit

    • Zu den besonderen Bedarfen einer wachsenden Gruppe von Kindern und Jugendlichen sehen wir vor allem Bedarf an Mobiler Kinderarbeit, da wir, vor allem am problembelasteten Treffpunkt Tolora-Gelände sehr viele Kinder im Alter zwischen 6 und 11 Jahren antreffen, häufig ohne Begleitung einer erwachsenen Person. Unsere Statistik gibt das nicht wieder, weil wir nur die tatsächlichen Kontakte zählen und nicht, wie viele Kinder sich im Allgemeinen an einem Ort, in diesem Fall am Skater, aufhalten.
    • Es besteht auch ein großer Bedarf an Mobiler Mädchen-Jugendarbeit, wir treffen bspw. am Tolora-Gelände viele Mädchen im Teenager-Alter an, bei denen wir einen großen Bedarf an einem weiblichen Gegenüber im Sinne einer weiblichen Fachkraft sehen.
    • Es gibt in Oranienburg viele junge Erwachsene in prekären Lebenssituationen, denen es an Zukunftsperspektive fehlt. Das äußert sich u.a. in problematischem Alkohol- und Drogenkonsum und delinquentem Verhalten. Häufig leben Personen dieser Gruppe der jungen Erwachsenen in provisorischen bis illegalen Wohnverhältnissen. Es fehlt in Oranienburg zum einen an günstigem, für junge Oranienburger erreichbarem Wohnraum und auch an einer landkreisweiten Krisenunterkunft für junge Erwachsene, die ihnen hilft, mit professioneller Unterstützung ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu bekommen.

    Quellenverzeichnis

    Christliches Jugendzentrum Oranienburg 2017. Konzeption Mobile Jugendarbeit

    Landkreis Oberhavel 2012. Leitlinien zu den Handlungsfeldern der Mobilen Jugendarbeit

    Reutlinger, Christian. 1998. Urbane Lebenswelten und Sozialraumorientierung. In: Deinet, Ulrich & Sturzenhecker, Benedikt. Hrsggb. Handbuch Offene Kinder- und Jugendarbeit

    _______________

    1 Landkreis Oberhavel 2012. Leitlinien zu den Handlungsfeldern der Mobilen Jugendarbeit S. 2

    234 Christliches Jugendzentrum Oranienburg 2017. Konzeption Mobile Jugendarbeit S. 5

    5 Reutlinger in Deinet 1998. Handbuch offene Kinder- und Jugendarbeit S. 404